Da bis zum Ende des Septembers nur noch knapp vier Tage verbleiben, könnte man getrost behaupten, dass wir uns allmählich dem vierten Quartal des Jahres (Q4) nähern. Vor diesem Hintergrund hielt es das führende On-Chain-Sicherheitsunternehmen Immunefi für sinnvoll, Krypto-Enthusiasten über kryptobezogene Verluste im bald ablaufenden dritten Quartal 2024 zu informieren.
Laut Immunefi gelang es Krypto-Hackern, schätzungsweise 409 Millionen US-Dollar im 3. Quartal. Insbesondere verloren Anleger durch mehrere betrügerische Machenschaften weitere 3 Millionen US-Dollar. Im Vergleich zu den Verlusten im dritten Quartal 2023 verzeichnete das Jahr 2024 einen Rückgang von 40 %, was die Möglichkeit strengerer Sicherheitsmaßnahmen unterstreicht.
Im Gegensatz dazu war die Rückgewinnungsrate gestohlener Gelder im dritten Quartal des Vorjahres höher. Während die Nutzer im dritten Quartal 2023 9.8 % der gestohlenen Gelder zurückerhielten, waren es in diesem Jahr nur 3.6 %. Zum Vergleich: Im dritten Quartal des Vorjahres entstanden Verluste von rund 685,970,444 US-Dollar. Die höchsten Verluste verzeichneten die Monate Juli und September. Sie beliefen sich auf rund 281,919,252 US-Dollar bzw. 115,940,247 US-Dollar.
Top-Ziele für Krypto-Hacks im dritten Quartal
Laut Immunefis Bericht waren WazirX und BingX die Hauptziele der Hacker im dritten Quartal dieses Jahres. Weitere nennenswerte Unternehmen, bei denen Beträge unter 30 Millionen US-Dollar verloren gingen, sind Penpie, Ronin, Delta Prime, Bittensor, RHO Markets, Casper Network und das LI.FI-Protokoll.
Indiens größte Börse, WazirX, etwa 235 Millionen Dollar verloren nachdem Hacker am 18. Juli 2024 in ihre privaten Schlüssel eingedrungen waren. Die in Singapur ansässige Handelsplattform BingX wurde ihrerseits kürzlich Opfer böswilliger Akteure, die die Hot Wallets der Börse kompromittiert haben. Täter des BingX-Betrugs startete den Angriff auf die Handelsplattform am 20. September 2024 und erbeutete 52 Millionen Dollar.
DeFi-Plattformen werden allmählich zum Ziel von Hackern
Im dritten Quartal 2024 trugen zentralisierte Finanzplattformen (CeFi) mit nur drei Vorfällen 75 % zu den entstandenen Verlusten bei. Dezentrale Finanzplattformen (DeFi) trugen hingegen nur 25 % bei. Sie waren jedoch Zeugen von etwa 31 Cyberangriffen.
Mitchell Amador, Gründer und CEO von Immunefi, erklärte den oben genannten Trend wie folgt: „Bei CeFi ist das größte infrastrukturelle Problem die Verwaltung privater Schlüssel. Diese ist für die Selbstverwahrung von Krypto-Assets unerlässlich, unterliegt aber in der Regel keinen Sicherheitsprüfungen. Sie erfordert strenge Richtlinien, Praktiken und Notfallpläne für die Schlüsselverwaltung.“
