Goldman Sachs zufolge könnte Bitcoin seinen Zyklustiefpunkt bereits erreicht haben.

Goldman Sachs und Bitcoin-Logo

Laut Analysten von Goldman Sachs hat Bitcoin möglicherweise bereits den Tiefpunkt seines aktuellen Marktzyklus erreicht, da nach monatelanger Volatilität im gesamten Kryptosektor erste Anzeichen einer Stabilisierung auftauchen .

In einer Mitteilung an Investoren vom 26. März deutete Goldman Sachs-Analyst James Yaro an, dass der jüngste Kursrückgang bei Bitcoin und dem breiteren Markt für digitale Vermögenswerte eng mit den historischen Höchst-Tief-Rückgängen in früheren Zyklen übereinstimmt. 

Während die Preise in den letzten Wochen stark geschwankt haben, scheint sich der Gesamttrend abzuflachen – ein Muster, das oft mit Markttiefs in Verbindung gebracht wird.

„Der Rückgang auf dem Kryptowährungsmarkt hat dazu geführt, dass die Preise annähernd ihre historischen Höchst- und Tiefststände erreicht haben.“

Bitcoin bewegte sich den Großteil des letzten Monats in einer relativ engen Spanne zwischen 60,000 und 75,000 US-Dollar. Diese Seitwärtsbewegung nach einer deutlichen Korrektur von früheren Höchstständen nahe 75,000 US-Dollar wird von einigen Analysten als Zeichen dafür interpretiert, dass der Verkaufsdruck nachlässt.

Wichtige Erkenntnisse

  • Der jüngste Kursverfall von Bitcoin stimmt mit historischen Tiefpunkten im Zyklus überein, was darauf hindeutet, dass der Markt seinen Tiefpunkt möglicherweise bereits erreicht hat.
  • Ein geringes Handelsvolumen könnte zu kurzfristigen Kursschwankungen führen und eine nachhaltige Kurserholung erschweren.
  • Goldman Sachs sieht in Aktien von Kryptounternehmen wie Robinhood, Figure Technologies und Coinbase nach starken Kursrückgängen attraktive Einstiegszeitpunkte.
  • Die institutionelle Stimmung verbessert sich, was durch nachlassende ETF-Abflüsse und ein verstärktes langfristiges Anlageverhalten unterstützt wird.
  • Analysten erwarten eine mögliche Erholung der Handelsaktivität und der Preise innerhalb weniger Monate, falls sich historische Muster wiederholen.

Eine Stabilisierung zeichnet sich ab, doch Risiken bleiben bestehen.

Trotz der verbesserten Aussichten rechnet Goldman Sachs nicht mit einem unmittelbaren Ausbruch. Yaro warnte davor, dass sich die Handelsaktivität kurzfristig weiter abschwächen und dadurch zusätzliche Volatilität hervorrufen könnte.

„Bei geringem Handelsvolumen unterliegt der Bitcoin-Preis starken Schwankungen, und eine Erholung dürfte schwer aufrechtzuerhalten sein.“

Das geringere Handelsvolumen hat Kryptomärkte in der Vergangenheit anfälliger für plötzliche Preisschwankungen gemacht. Sollte sich dieser Trend fortsetzen, schätzt Goldman Sachs, dass Krypto-Unternehmen einen moderaten finanziellen Druck erfahren könnten, mit einem potenziellen Umsatzrückgang von 2 % und einem Gewinnrückgang von 4 % im Jahr 2026.

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Die Bank geht dennoch davon aus, dass diese Phase vorübergehend ist. Erfahrungsgemäß erholt sich das Handelsvolumen in der Regel innerhalb weniger Monate nach Erreichen des Tiefpunkts.

„Nachdem das Handelsvolumen seinen Tiefpunkt erreicht hat, kommt es in der Regel etwa drei Monate später zu einer deutlichen Erholung.“

Kryptoaktien erscheinen zunehmend attraktiv

Auch wenn kurzfristig weiterhin Unsicherheit herrscht, beurteilt Goldman Sachs Krypto-Aktien zunehmend positiver. Das Unternehmen hob mehrere Firmen hervor, deren Bewertungen zwar deutlich von ihren Höchstständen gefallen sind, die aber nun Aufwärtspotenzial bieten.

Laut der Bank sind Krypto-Aktien seit Oktober 2025 um rund 46 % gefallen, was sowohl auf sinkende Vermögenspreise als auch auf ein geringeres Handelsvolumen zurückzuführen ist. Diese Korrektur hat jedoch einige Titel aus Bewertungssicht attraktiver gemacht.

Zu den Top-Empfehlungen von Goldman Sachs zählen Robinhood, Figure Technologies und Coinbase – alle drei Unternehmen erhalten eine Kaufempfehlung. Jedes dieser Unternehmen verfolgt strategische Expansionsbestrebungen, um seine Einnahmequellen zu diversifizieren und sich für die nächste Wachstumsphase im Bereich digitaler Vermögenswerte zu positionieren.

Figure Technologies beispielsweise hat mit seiner Blockchain-basierten Plattform für Eigenheimkredite Aufmerksamkeit erregt. Goldman Sachs hob kürzlich sein Kursziel für das Unternehmen an und begründete dies mit verbesserten Wachstumsaussichten und einer positiven operativen Entwicklung.

Robinhood baut unterdessen sein Angebot für fortgeschrittene Händler und ein breiteres Spektrum an Finanzdienstleistungen weiter aus, während sich Coinbase auf den Handel mit Derivaten, Abonnementprodukte und neue Geschäftsbereiche wie Aktien und Bankdienstleistungen konzentriert.

Institutionelle Stimmungsschwankungen

Abgesehen von Aktien scheint sich die Stimmung institutioneller Anleger gegenüber Bitcoin selbst zu verändern. So gab beispielsweise David Solomon, CEO von Goldman Sachs, kürzlich bekannt, dass er eine kleine Menge Bitcoin besitzt – ein deutlicher Kurswechsel gegenüber seiner Haltung im Jahr 2024, als er einem direkten Engagement in digitalen Vermögenswerten noch vorsichtiger gegenüberstand.

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Diese Verschiebung spiegelt einen breiteren Trend zunehmender institutioneller Akzeptanz wider, selbst angesichts anhaltender makroökonomischer Unsicherheit.

Aktuelle Daten sprechen ebenfalls für eine Stabilisierung. Der Verkaufsdruck von börsengehandelten Fonds (ETFs) und langfristigen Anlegern hat nachgelassen, während die Mittelzuflüsse in Bitcoin-basierte Anlageprodukte seit Ende Februar leicht positiv ausgefallen sind.

Gleichzeitig wird ein wachsender Anteil des Bitcoin-Angebots über längere Zeiträume gehalten – ein Indiz dafür, dass die Anleger weniger geneigt sind, bei den aktuellen Preisen zu verkaufen.

Technische Signale deuten auf Unsicherheit hin

Aus technischer Sicht bleibt die kurzfristige Entwicklung von Bitcoin unklar. Analysten weisen darauf hin, dass die Kryptowährung kürzlich bei etwa 72,000 US-Dollar auf Widerstand stieß, bevor sie wieder nachgab, und dass wichtige Indikatoren wie der MACD derzeit neutral sind.

Dies deutet darauf hin, dass sich der Markt in einer Konsolidierungsphase befindet, in der weder Bullen noch Bären die Oberhand haben.

Einige Analysten argumentieren jedoch, dass diese Bedingungen typisch für Korrekturen in der Spätphase sind. Geringes offenes Interesse an Perpetual Futures und negative Finanzierungssätze deuten darauf hin, dass die spekulative Aktivität nachgelassen hat – oft ein Vorbote nachhaltigerer Preisbewegungen.

Ein breiterer makroökonomischer Hintergrund

Die jüngste Entwicklung des Kryptomarktes fand vor dem Hintergrund komplexer makroökonomischer Gegebenheiten statt. Steigende Ölpreise, geopolitische Spannungen und eine restriktivere Geldpolitik der Zentralbanken belasteten weltweit risikoreiche Anlagen.

Trotz dieser Herausforderungen hat sich Bitcoin als widerstandsfähig erwiesen und sich innerhalb seiner aktuellen Spanne gehalten. Analysten führen die konstruktiven geopolitischen Entwicklungen, darunter diplomatische Fortschritte zwischen den wichtigsten Weltmächten, als einen Faktor an, der zur Stabilisierung der Stimmung beiträgt.

Die längerfristigen Aussichten bleiben positiv.

Mit Blick auf den übernächsten Tag bleiben mehrere Analysehäuser optimistisch für Bitcoin. Die aktuelle Phase wird weithin als eine Korrektur der Marktstimmung und nicht als ein Versagen der fundamentalen Marktgegebenheiten betrachtet.

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Die institutionelle Nachfrage steigt weiter, gestützt durch ETF-Zuflüsse und wachsende Bitcoin-Allokationen von Unternehmen. Einige Unternehmen haben ihre Bitcoin-Bestände deutlich erhöht, was das Vertrauen in den Vermögenswert als langfristigen Wertspeicher stärkt.

Gleichzeitig hat die geringere Bereitschaft der Anleger, unterhalb wichtiger psychologischer Niveaus – insbesondere unter 100,000 US-Dollar – zu verkaufen, dazu beigetragen, die Preise zu stabilisieren.

Zusammengenommen deuten diese Faktoren darauf hin, dass Bitcoin möglicherweise von einer Verteilungsphase, in der frühe Investoren Gewinne realisieren, in eine Phase der Akkumulation und Stabilisierung übergeht.

Fazit

Die jüngste Einschätzung von Goldman Sachs reiht sich in die wachsende Zahl von Stimmen ein, die darauf hindeuten, dass das Schlimmste des aktuellen Krypto-Abschwungs überstanden sein könnte. Zwar bestehen weiterhin Risiken – insbesondere im Hinblick auf Handelsvolumen und kurzfristige Volatilität –, doch das Gesamtbild deutet auf einen Markt hin, der sich stabilisiert.

Für Anleger stellt dieses Umfeld ein gemischtes Bild dar: Kurzfristig ist Vorsicht geboten, doch es beginnen sich Chancen abzuzeichnen, insbesondere bei stark gefallenen Krypto-Aktien und langfristigen Bitcoin-Positionen.

Wenn sich die historischen Muster bestätigen, könnten die kommenden Monate den Beginn eines neuen Aufwärtszyklus markieren – eines Zyklus, der auf stärkeren Fundamentaldaten, erneutem institutionellem Interesse und einer reiferen Marktstruktur basiert.

Haftungsausschluss: Dieser Artikel dient ausschließlich Informationszwecken und stellt keine Anlage- oder Handelsberatung dar. Die hierin enthaltenen Informationen sind nicht als Finanz-, Rechts- oder Steuerberatung zu verstehen. Der Handel mit Kryptowährungen birgt ein erhebliches Risiko finanzieller Verluste. Führen Sie stets eine sorgfältige Prüfung durch, bevor Sie Handels- oder Anlageentscheidungen treffen.

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