Der Immobilieninvestor und CEO von Cardone Capital, Grant Cardone, erklärt, sein Unternehmen werde weiterhin Bitcoin akkumulieren, indem es die aus seinem Immobilienportfolio generierten Einnahmen nutze, und verstärke damit eine Strategie, die einkommensgenerierende Immobilien mit der weltweit größten Kryptowährung kombiniert.
In einem kürzlich geführten Interview und anschließenden Kommentaren auf X erklärte Cardone, er glaube, das Modell löse langjährige Probleme traditioneller Immobilieninvestitionen und schaffe gleichzeitig ein langfristiges Bitcoin-Engagement ohne Fremdkapital oder wiederholte Kapitalerhöhungen. Seine Äußerungen erfolgen vor dem Hintergrund, dass Bitcoin unter seinen jüngsten Höchstständen notiert und institutionelle Anleger weiterhin nach neuen Wegen suchen, digitale Vermögenswerte in ihre Treasury- und Anlagestrategien zu integrieren.
Wichtige Erkenntnisse
- Grant Cardone erklärt, dass Cardone Capital weiterhin Bitcoin mit den aus dem Immobilienportfolio generierten Cashflows kaufen wird.
- Das Unternehmen hat sechs Bitcoin-Immobilieninvestitionsgeschäfte im Wert von mehr als einer Milliarde Dollar abgeschlossen, darunter Bitcoin-Käufe im Wert von rund 200 Millionen Dollar.
- Cardone argumentiert, dass die Kombination von renditestarken Immobilien mit Bitcoin ein stärkeres Investitionsmodell darstellt als traditionelle REITs.
- Er glaubt, Bitcoin sei weiterhin unterbewertet und sagt, er kaufe trotz der jüngsten Marktschwäche „wie verrückt“.
- Cardone geht davon aus, dass im Laufe der Zeit mehr institutionelle Anleger ähnliche Hybridstrategien aus Immobilien und Bitcoin anwenden werden.
Cardones Hybrid-Strategie für Immobilien und Bitcoin
Grant Cardones Ansatz zur Bitcoin-Akkumulation unterscheidet sich von Unternehmen wie Strategy, die Kapital primär über Fremd- und Eigenkapitalemissionen beschaffen, um Bitcoin zu erwerben. Cardone Capital hingegen nutzt Mieteinnahmen aus seinem Immobilienportfolio, um regelmäßig Bitcoin mittels einer Dollar-Cost-Averaging-Strategie zu kaufen. Dadurch kann das Unternehmen unabhängig von kurzfristigen Preisschwankungen kontinuierlich Bitcoin akkumulieren.
„Wir arbeiten daran, den Cashflow der Immobilien zu verbessern und mehr Bitcoin zu kaufen, wenn der Kurs fällt“, sagte Cardone und beschrieb das Modell als eine Möglichkeit, einkommensgenerierende Immobilien mit einer wachsenden Bitcoin-Reserve zu kombinieren.
Cardone kritisierte auch das traditionelle REIT-Modell und argumentierte, dass obligatorische Gewinnausschüttungen Immobilieneigentümern nur begrenztes Kapital für Renovierungen, unerwartete Ausgaben und Marktabschwünge ließen. Er ist überzeugt, dass die Kombination von Immobilien mit Bitcoin zu stärkeren Bilanzen und größerer finanzieller Flexibilität führt, und merkte an, dass viele Betreiber wertvolle Immobilien aufgrund von Liquiditätsengpässen und nicht aufgrund schlechter Wertentwicklung verloren hätten.
Laut Cardone hat sein Unternehmen sechs hybride Investitionstransaktionen im Wert von über einer Milliarde US-Dollar abgeschlossen, darunter Bitcoin-Käufe ohne Fremdkapital im Wert von rund 200 Millionen US-Dollar. Die Investitionsstruktur kombiniert renditestarke Wohnanlagen mit Bitcoin, die im selben Vehikel gehalten werden. Dadurch profitieren Anleger von Mieteinnahmen, potenzieller Bitcoin-Wertsteigerung, Abschreibungsvorteilen und steuerlichen Vorteilen im Immobilienbereich.
Trotz der jüngsten Kursschwankungen bleibt Cardone optimistisch, was Bitcoin angeht. Er begründet seine aggressive Kaufstrategie damit, dass er Bitcoin für deutlich unterbewertet hält. Seiner Ansicht nach sollte Bitcoin bereits zwischen 150,000 und 190,000 US-Dollar gehandelt werden. Er verglich seinen Ansatz mit seiner langjährigen Immobilienphilosophie, qualitativ hochwertige Objekte unter ihrem vermeintlichen inneren Wert zu erwerben und langfristig zu halten.
Institutionelle Übernahme könnte folgen
Cardone ist überzeugt, dass sein hybrides Anlagemodell zunehmend attraktiver werden könnte, da institutionelle Anleger nach diversifizierten Strategien suchen, die traditionelle und digitale Vermögenswerte kombinieren. Er argumentiert, dass dies eine nachhaltigere Vermögensbildungsstrategie ermöglicht und gleichzeitig die Abhängigkeit von den Kapitalmärkten verringert.
Cardone Capital verwaltet derzeit Vermögenswerte im Wert von rund 5.3 Milliarden US-Dollar, darunter Tausende von Wohneinheiten, Gewerbeimmobilien und eine wachsende Bitcoin-Position. Das Unternehmen gab zuvor bekannt, neben seinem Immobilienportfolio Bitcoin im Wert von etwa 200 Millionen US-Dollar zu halten. Obwohl Cardone für das Hybridmodell jährliche Renditen zwischen 22 % und 32 % prognostiziert, stellen diese Zahlen eher zukünftige Erwartungen als historische Wertentwicklungen dar.
Seine jüngsten Äußerungen spiegeln jedoch das wachsende Interesse an der Kombination traditioneller, einkommensgenerierender Vermögenswerte mit Bitcoin wider, da institutionelle Anleger weiterhin mit neuen Strategien für das Treasury- und Portfoliomanagement experimentieren.
Da immer mehr Unternehmen digitale Vermögenswerte neben konventionellen Investitionen in Betracht ziehen, glaubt Cardone, dass Bitcoin-Strategien, die auf Immobilien basieren, immer häufiger zum Einsatz kommen könnten.
„Dieses von mir entwickelte Modell wird in Zukunft von allen Institutionen übernommen werden“, sagte er. „Es löst ein Problem. Und das Problem im Immobiliensektor sind die Investitionskosten.“
