Der indische Kryptobetrüger Chirag Tomar wurde am 17. Oktober wegen Cyberbetrugs für schuldig befunden und zu fünf Jahren Haft verurteilt. Im Anschluss an seine Haftstrafe wird er zwei Jahre lang unter Bewährung stehen. Bezirksrichter Kenneth D. Bell, Staatsanwalt des Distrikts North Carolina, gab das Urteil in einer Pressemitteilung vom 17. Oktober bekannt.
Zur Einordnung: Der Täter und seine Komplizen waren berüchtigt dafür, über zwei Jahre lang unaufhörliche Cyberangriffe zu verüben. Wie bei den meisten Betrugsmaschen führten ihre kriminellen Handlungen zu erheblichen Verlusten von Kryptowährungen bei ahnungslosen Opfern.
Betriebsmodus des Kryptobetrügers
Die Komplexität der Kryptowährungsstruktur bietet Hackern ideale Bedingungen. Digitale Experten, die ihr Fachwissen für betrügerische Aktivitäten einsetzen, nutzen die Undurchsichtigkeit des Kryptobereichs aus. Tomar erkannte dies sofort und nutzte die Gelegenheit. Er kopierte die Website von Coinbase Pro und lockte so ahnungslose Kunden an.
Durch die Nutzung der gefälschten Website hatte Tomar leichten Zugriff auf die Gelder und persönlichen Daten der Nutzer, einschließlich Anmeldedaten und Authentifizierungsinformationen. Besonders bemerkenswert war, dass er gefälschte Kundendienstmitarbeiter bereitstellte, die es ihm extrem einfach machten, auf äußerst unauffällige Weise an die persönlichen Daten der Nutzer zu gelangen.
Berichten zufolge nutzte Tomar die Erlöse aus seinen dubiosen Geschäften, um einen verschwenderischen Lebensstil zu finanzieren. Er unternahm mehrere Reisen nach Dubai und erwarb dort diverse schnelle Autos und andere Wertgegenstände, darunter Porsche, Audemars Piguet, Lamborghini usw.
Geschätzte Verluste durch Tomars betrügerische Machenschaften
Den Ermittlungsergebnissen zufolge verloren Hunderte von Kunden durch betrügerische Machenschaften ihr hart verdientes Geld. Bemerkenswerterweise belief sich der Erlös der Betrügereien auf über 20 Millionen US-Dollar. Die Machenschaften begannen im Juni 2021 und wurden erst im Dezember 2023 aufgedeckt. Ein besonders tragischer Fall betrifft einen Bürger aus North Carolina, der durch diesen Finanzskandal über 240,000 US-Dollar verlor.
„Tomar bleibt in Bundesgewahrsam und wird nach der Benennung einer Bundesanstalt in die Obhut des Federal Bureau of Prisons überstellt“, heißt es in dem veröffentlichten Dokument.
