State Street Corp. ist als erster Drittanbieter-Verwahrer dem Digital Debt Service von JP Morgan beigetreten, einer Plattform zur Ausgabe, Abwicklung und Verwaltung von Schuldtiteln auf der Blockchain, wie die Unternehmen am 21. August bekannt gaben .
Die Einführung markiert einen weiteren Schritt zur Ausweitung der Blockchain-Nutzung für festverzinsliche Wertpapiere. Die erste Transaktion umfasste den Kauf von Commercial Papers im Wert von 100 Millionen US-Dollar durch State Street Global Advisors, die Vermögensverwaltungseinheit von State Street.
Depotdienste auf Blockchain
Durch den Beitritt zum Digital Debt Service übernimmt State Street die Verwahrung von Schuldverschreibungen, die mithilfe der Blockchain-Technologie erstellt und verwaltet werden. Der Service ist derzeit nur in den USA verfügbar.
Die Vereinbarung ermöglicht institutionellen Anlegern den Zugang zu Blockchain -basierten Schuldtiteln unter Beibehaltung der Sicherheit, der Compliance-Vorgaben und des operativen Rahmens traditioneller Verwahrungsdienstleistungen. Vertreter von State Street gaben an, dass das Unternehmen im Rahmen der Integration eine digitale Geldbörse auf der Blockchain verwalten wird.
„Dies ermöglicht es uns, eine integrierte Front-, Middle- und Backoffice-Lösung auf Basis der Blockchain-Technologie bereitzustellen“, sagte Donna Milrod, Chief Product Officer von State Street, in einer Erklärung.
Rationalisierung der Schuldenmarktoperationen
Der Kauf von Commercial Papers im Wert von 100 Millionen US-Dollar wurde mit der Möglichkeit der T+0-Abwicklung abgewickelt, was das Potenzial für eine schnellere Handelsabwicklung im Vergleich zu herkömmlichen Zeitplänen unterstreicht. Laut JP Morgan automatisiert die Plattform auch Lebenszyklusfunktionen wie Zahlungen und Rücknahmen durch Smart Contracts.
State Street erklärte, seine Beteiligung zeige, wie Blockchain das Kontrahentenrisiko senken und die Transparenz auf den Schuldenmärkten erhöhen könne. Pia McCusker, globale Leiterin des Cash Managements bei State Street Investment Management, bezeichnete die Transaktion als Beleg für das Potenzial der Technologie für kurzfristige Anlageprodukte.
Breiterer Vorstoß für digitale Vermögenswerte
Dieser Schritt spiegelt die umfassenden Bemühungen von Finanzinstituten wider, Blockchain in traditionelle Märkte zu integrieren. JP Morgan positioniert seinen Digital Debt Service als Möglichkeit, Blockchain-Anwendungen auf den Kapitalmärkten zu testen, während State Street Strategien für digitale Vermögenswerte in den Bereichen Verwahrung und Investmentdienstleistungen verfolgt.
Emma Lovett, Leiterin des Kreditbereichs im Digital Assets Team von JP Morgan, erklärte, die Zusammenarbeit unterstreiche die zunehmende institutionelle Akzeptanz der Blockchain-Technologie im Bereich festverzinslicher Wertpapiere. „Dies ist ein weiterer Schritt in der Entwicklung digitaler Emissionen“, sagte sie.
Beide Unternehmen sagten, der Dienst könne den Grundstein für die zukünftige Interoperabilität zwischen Blockchain-Netzwerken legen, da die Akzeptanz unter institutionellen Anlegern zunimmt.
