Abnormale Erträge beziehen sich auf finanzielle Gewinne, die die normalen oder erwarteten Renditen basierend auf der historischen Leistung eines Unternehmens, dem Branchendurchschnitt oder den allgemeinen Marktbedingungen übersteigen. Diese Kennzahl ist für Investoren von entscheidender Bedeutung, da sie die Fähigkeit des Unternehmens signalisiert, Gewinne über den typischen Erwartungen zu erzielen und somit auf eine potenzielle Wertschöpfung hindeutet.
In der Praxis werden abnormale Gewinne berechnet, indem man vom tatsächlichen Gewinn die erwartete Rendite abzieht, die erzielt würde, wenn das Eigenkapital des Unternehmens mit der erforderlichen Rendite investiert worden wäre. Positive abnormale Gewinne deuten darauf hin, dass ein Unternehmen gute Ergebnisse erzielt und möglicherweise vom Markt unterbewertet wird, während negative abnormale Gewinne auf eine unterdurchschnittliche Leistung oder ein überbewertetes Unternehmen hinweisen können.
Das Verständnis abnormaler Gewinne hilft Analysten und Investoren, die finanzielle Gesundheit und die zukünftigen Wachstumsaussichten eines Unternehmens einzuschätzen. Sie spielen auch eine wichtige Rolle bei Bewertungsmodellen wie dem Residualeinkommensmodell, das sich auf die Bewertung des inneren Werts eines Unternehmens konzentriert, basierend auf seiner Fähigkeit, Gewinne zu erwirtschaften, die die Kapitalkosten übersteigen.
