Die in Dubai ansässige Börse Bybit hat von der niederländischen Zentralbank eine Strafe in Höhe von 2.25 Millionen Euro (2.4 Millionen US-Dollar) erhalten. Laut BerichtenBybit wurde beschuldigt, in den Niederlanden ansässigen Bürgern unregulierte Dienstleistungen anzubieten. Die Schwere des Verstoßes rechtfertigte eine deutlich höhere Strafgebühr, doch die Compliance-Bemühungen der Börse reduzierten die Strafkosten.
Die Regulierungsbehörde wies jedoch darauf hin, dass die Geldbuße mit den regionalen Anti-Geldwäsche-Strukturen im Einklang stehe. Die Strafe soll andere Unternehmen davon abhalten, ähnliche Taten in Zukunft zu wiederholen.
Bybits trotziges Verhalten rechtfertigte die Sanktion in Höhe von 2.25 Millionen Euro
Bybit wurde aufgrund zweier Verstöße sanktioniert. Erstens operierte das Unternehmen ohne eine funktionsfähige Lizenz einer Regulierungsbehörde. Seit Oktober 2020 zögerte das Unternehmen, sich im Rahmen des DNB-Registrierungsprogramms zu registrieren.
Andererseits ist es nicht falsch anzunehmen, dass das Unternehmen illegale Dienste in dieser Region unterstützt hat, da es keine Lizenz besitzt. Daher hat die Finanznachrichtendiensteinheit keine Ahnung von den Transaktionen an der Börse.
Pläne zur Eindämmung künftiger Vorkommnisse
Als Reaktion auf die Sanktion Bybit bestätigt seine Verfehlungen und erklärte seine Bereitschaft, die Geldstrafen zu zahlen. Eine kürzlich durchgeführte Untersuchung ergab, dass Bybit im Rahmen der Bemühungen um die Übernahme des DNB Virtual Asset Service Provider (VASP) mit SATOS BV zusammengearbeitet hat. PartnerschaftslizenzDurch die Zusammenarbeit sind sie berechtigt, Transaktionsaufträge anzunehmen, bis die endgültige Dokumentation genehmigt ist.
Ben Zhou, Mitbegründer und CEO von Bybit, erklärte: „Seit unserer Partnerschaft mit SATOS agieren wir vollständig im Rahmen der gesetzlichen Bestimmungen. Aktuell entwickelt sich Bybit Powered by Satos mit 10 Millionen Nutzern zur zweitgrößten Börse auf dem Markt. Bybit Powered by Satos arbeitet zudem eng mit lokalen Universitäten zusammen.“
In den Niederlanden ist die Einführung der Marktregulierung für Krypto-Assets (MiCAR) geplant. Alle Unternehmen und Finanzunternehmen müssen bis zum 30. Dezember 2024 eine vollständige Registrierungsbescheinigung einholen, andernfalls drohen ihnen Konsequenzen. Mit diesen Maßnahmen sind die Niederlande auf dem besten Weg, betrügerische Aktivitäten in ihrem Umfeld einzudämmen.
