Kryptosteuer in Kasachstan

Wichtige Übersicht

    • Krypto-Assets werden als digitale Vermögenswerte gemäß den [Gesetzen/Richtlinien/etc.] reguliert. Gesetz Kasachstans über digitale Vermögenswerte (2023).

    • Für den Bergbaubetrieb wird eine Verbrauchssteuer auf den Stromverbrauch erhoben, die im Rahmen eines Gesetzes aus dem Jahr 2021 eingeführt wurde. Änderung des SteuergesetzesDer Zinssatz wurde seit seiner Einführung nach oben korrigiert.

    • Kasachstan verpflichtet lizenzierte Krypto-Börsen und Mining-Betreiber zur Registrierung bei der zuständigen Regulierungsbehörde und zur Einhaltung der nationalen Rahmenbedingungen für digitale Vermögenswerte.

Kasachstan hat sich als bedeutendes Zentrum für Kryptowährungsaktivitäten in Zentralasien positioniert, insbesondere für Mining-Operationen, die von den historisch niedrigen Stromtarifen des Landes und seinem großen Energieüberschuss angezogen werden. 

Der Rechtsrahmen für digitale Vermögenswerte wurde mit dem Erlass des kasachischen Gesetzes über digitale Vermögenswerte im Jahr 2023 grundlegend aktualisiert . Dieses Gesetz legte Lizenzierungsanforderungen für Börsen und Dienstleister fest und schuf eine klarere regulatorische Grundlage für Kryptoaktivitäten auf nationaler Ebene.

Innerhalb des Astana International Financial Centre (AIFC) kann für lizenzierte Unternehmen ein separates Regulierungs- und möglicherweise auch ein anderes Steuerregime gelten.

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Kapitalertragssteuervorschriften

Kasachstan verfügt über kein eigenständiges Kapitalertragsteuersystem für Krypto-Assets. 

Gewinne aus der Veräußerung von Kryptowährungen, sei es durch Verkauf gegen kasachische Tenge, Tausch gegen einen anderen digitalen Vermögenswert oder Verwendung als Zahlungsmittel, werden hingegen in das Gesamteinkommen des Steuerpflichtigen einbezogen und gemäß den Bestimmungen des kasachischen Steuergesetzbuches über die Einkommensteuer besteuert.

Der anwendbare Einkommensteuersatz für natürliche Personen beträgt pauschal 10 % des zu versteuernden Einkommens. Für Unternehmen werden Gewinne aus dem Handel oder der Veräußerung von Kryptowährungen mit dem regulären Körperschaftsteuersatz von 20 % besteuert.

Wie die Steuer berechnet wird

Der Gewinn aus dem Verkauf von Kryptowährungen berechnet sich aus dem Verkaufserlös abzüglich der dokumentierten Anschaffungskosten der veräußerten Einheiten. 

Die allgemeinen Bestimmungen des Steuergesetzes zu abzugsfähigen Ausgaben gelten für die Ermittlung der Anschaffungskosten. Das bedeutet, dass der ursprüngliche Anschaffungspreis und alle direkt zurechenbaren Transaktionskosten abzugsfähig sind. Wurde dieselbe Kryptowährung zu unterschiedlichen Preisen erworben, richtet sich die Kostenverteilung nach den allgemeinen Bestimmungen des Steuergesetzes, die die Anwendung des Durchschnittskostenverfahrens oder der Einzelbewertung vorsehen. Spezielle Richtlinien für Kryptowährungen lagen zum Zeitpunkt der Veröffentlichung dieses Dokuments noch nicht vor.

Verluste aus dem Verkauf von Kryptowährungen werden bei der allgemeinen Steuerberechnung als negatives Einkommen behandelt.

  • Für einzelne Steuerzahler hängt das Ausmaß, in dem Kryptoverluste mit anderen Einkommenskategorien verrechnet werden können, von der Klassifizierung der Aktivität ab. 
  • Für Unternehmen sind Verluste aus dem Handel mit digitalen Vermögenswerten im Allgemeinen auf normale Weise von den Betriebseinnahmen abzugsfähig. 

Das Gesetz über digitale Vermögenswerte (2023) und die dazugehörigen Durchführungsbestimmungen bilden den grundlegenden Rahmen für die Erfassung von Krypto-bezogenen Einkünften und Verlusten, allerdings sind detaillierte technische Leitlinien des staatlichen Einnahmenausschusses zu spezifischen Szenarien weiterhin begrenzt.

Record Keeping

Steuerzahler sind verpflichtet, Aufzeichnungen zu führen, die alle in ihren Steuererklärungen geltend gemachten Einkünfte und Abzüge ausreichend belegen. 

Für Kryptowährungszwecke umfasst dies Transaktionsprotokolle, die Datum, Art, Menge und Wert jedes Erwerbs und jeder Veräußerung in kasachischen Tenge ausweisen. Börsenbelege, Wallet-Protokolle und alle Dokumente, die den Umrechnungskurs für die Umrechnung von Fremdwährungs- oder Kryptowährungswerten in Tenge belegen, sind aufzubewahren. Die gesetzliche Aufbewahrungsfrist nach kasachischem Steuerrecht beträgt fünf Jahre.

Einkommensteuerregeln

In Kasachstan wird die Einkommensteuer für Privatpersonen mit einem einheitlichen Steuersatz von 10 % auf alle Kategorien steuerpflichtigen Einkommens erhoben, einschließlich Einkünften aus nichtselbstständiger Arbeit, gewerblicher Tätigkeit und Kapitalerträgen. Einkünfte aus dem Handel mit Kryptowährungen werden mit 10 % auf den Nettogewinn besteuert. 

Für Personen, die Kryptowährung als Bezahlung für freiberufliche Dienstleistungen oder als Arbeitsentgelt erhalten, entspricht das zu versteuernde Einkommen dem beizulegenden Zeitwert der Kryptowährung in Tenge zum Zeitpunkt des Erhalts, der nach den allgemeinen Einkommensteuerbestimmungen ermittelt wird.

Für Unternehmen werden Einkünfte aus dem Handel mit Kryptowährungen, dem Betrieb von Kryptobörsen und damit verbundenen Geschäftstätigkeiten mit dem Körperschaftsteuersatz von 20 % besteuert. Die AIFC-Jurisdiktion kann für im Astana Financial Centre lizenzierte Unternehmen eine abweichende steuerliche Behandlung vorsehen. Unternehmen, die diesen Weg in Betracht ziehen, sollten daher die spezifischen regulatorischen Richtlinien der AFSA konsultieren. 

Das Finanzministerium hat mitgeteilt, dass das Gesetz über digitale Vermögenswerte von 2023 die regulatorische Klarheit und die Steuerehrlichkeit in diesem Sektor verbessern soll, wobei das staatliche Einnahmenkomitee für die Durchsetzung zuständig ist.

Bergbau- und Absteckungsbehandlung

Bergbau

Kasachstans Ansatz beim Krypto-Mining ist geprägt von den Erfahrungen des Landes mit einem dramatischen Anstieg der Mining-Aktivitäten nach Chinas Vorgehen im Jahr 2021, was das nationale Stromnetz stark belastete und die Regierung dazu veranlasste, spezifische finanzielle Abgaben einzuführen. 

Lizenzierte Krypto-Mining-Einrichtungen müssen eine Verbrauchssteuer auf ihren Stromverbrauch entrichten. Diese Regelung wurde durch eine Änderung des kasachischen Steuergesetzes aus dem Jahr 2021 eingeführt . Der ursprüngliche Steuersatz betrug 1 KZT pro Kilowattstunde (kWh) verbrauchten Stroms und wurde später angehoben. Diese Abgabe ist zusätzlich zur Einkommensteuer auf Mining-Einnahmen zu entrichten und davon unabhängig.

Die Einkünfte aus dem Bergbau werden selbst als Betriebseinkünfte behandelt und unterliegen der Einkommensteuer zum jeweils geltenden Steuersatz: 10 % für einzelne Bergbauunternehmer und 20 % für Bergbauunternehmen. 

Lizenzierte Mining-Unternehmen können gewöhnliche und notwendige Betriebsausgaben absetzen, darunter Stromkosten (abzüglich der Verbrauchssteuer), Hardwareabschreibungen, Miete für die Anlage und damit verbundene Betriebskosten. Die spätere Veräußerung der geschürften Kryptowährung ist ein weiteres steuerpflichtiges Ereignis; der Gewinn berechnet sich aus dem Erlös abzüglich des Verkehrswerts zum Zeitpunkt des Erhalts (der die Bemessungsgrundlage für die Einkommensteuer zum Zeitpunkt des Erhalts bildete).

Staking

Bis 2026 hat Kasachstan keine spezifischen Richtlinien zur steuerlichen Behandlung von Staking-Einnahmen im Unterschied zu Mining-Einnahmen herausgegeben. 

Die von Einzelpersonen oder Unternehmen erhaltenen Staking-Belohnungen würden höchstwahrscheinlich zum Zeitpunkt des Erhalts nach den allgemeinen Einkommensteuergrundsätzen als steuerpflichtiges Einkommen behandelt, wobei der steuerpflichtige Betrag dem Tenge-Äquivalent des beizulegenden Zeitwerts der erhaltenen Token entspricht. 

NFT-Besteuerung

Kasachstan hat keine spezifischen Richtlinien zur steuerlichen Behandlung von Non-Fungible Token herausgegeben. 

Gemäß der weiten Definition digitaler Vermögenswerte im Gesetz über digitale Vermögenswerte (2023) könnten NFTs unter die regulatorischen Bestimmungen fallen, obwohl es keine spezifische Steuervorschrift gibt, die NFTs als eigene Kategorie ausweist. Gewinne aus dem Verkauf von NFTs würden voraussichtlich, analog zur Behandlung anderer digitaler Vermögenswerte, als Einkommen oder Unternehmensgewinn im Rahmen der allgemeinen Einkommensteuer behandelt.

Berichtsanforderungen

Einzelpersonen in Kasachstan, die Einkünfte aus dem Handel oder Mining von Kryptowährungen erzielen, sind verpflichtet, jährlich eine Einkommensteuererklärung beim Staatlichen Steuerkomitee einzureichen. Die Erklärung muss alle steuerpflichtigen Einkünfte, einschließlich Gewinne aus digitalen Vermögenswerten, in kasachischen Tenge ausweisen. 

  • Für Angestellte, deren einziges Arbeitsentgelt dem Lohnsteuerabzug unterliegt, ist unter Umständen keine Selbstveranlagungserklärung erforderlich; zusätzliche Einkünfte aus Kryptoaktivitäten hingegen lösen eine Meldepflicht aus. 
  • Unternehmen reichen eine standardisierte Körperschaftsteuererklärung ein, in der alle relevanten Geschäftseinkünfte aufgeführt sind.
  • Bergbauunternehmen, die über eine Genehmigung für ihre Anlagen verfügen, müssen auch die spezifischen Meldepflichten im Zusammenhang mit der Verbrauchsteuer auf den Stromverbrauch erfüllen, einschließlich der Führung von Aufzeichnungen über den Stromverbrauch auf Ebene der Bergbauanlage. 
  • Alle lizenzierten Krypto-Börsen und Anbieter von Dienstleistungen im Bereich digitaler Vermögenswerte sind verpflichtet, sich bei der zuständigen Aufsichtsbehörde zu registrieren und Bericht zu erstatten. Dadurch entsteht eine Quelle von Transaktionsdaten Dritter, auf die der staatliche Einnahmenausschuss Zugriff hat.

Kasachstan hat bis 2026 keinen umfassenden öffentlichen Leitfaden zu den Meldepflichten für Kryptowährungssteuern veröffentlicht, der mit den Richtlinien westeuropäischer oder US-amerikanischer Steuerbehörden vergleichbar wäre. Steuerpflichtigen mit umfangreichen Kryptoaktivitäten wird empfohlen, sorgfältige Transaktionsaufzeichnungen zu führen und sich professionell beraten zu lassen, um die Einhaltung der jeweils geltenden Verwaltungsvorschriften zu gewährleisten.

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Strafen

Bei Nichteinhaltung der Steuerpflichten im Kryptobereich gilt der allgemeine Steuerstrafrahmen Kasachstans. 

Nach dem kasachischen Steuergesetzbuch führen die verspätete Abgabe der Steuererklärung, die Nichtzahlung der geschuldeten Steuern oder die Angabe eines zu niedrigen steuerpflichtigen Einkommens zu Verwaltungsstrafen und Zinsen. Die Strafe für verspätete Abgabe beträgt in der Regel einen festen Betrag pro Tag der Verspätung, und die Zinsen auf die nicht gezahlten Steuern fallen ab dem Fälligkeitstag zum gesetzlichen Zinssatz an. Bei vorsätzlicher oder betrügerischer Unterdeklaration können höhere Strafen verhängt und bei schwerer Steuerhinterziehung ein Strafverfahren eingeleitet werden.

Die staatliche Steuerbehörde hat ihre Überwachung von Transaktionen mit digitalen Vermögenswerten verstärkt, insbesondere angesichts des Umfangs der Mining-Aktivitäten in Kasachstan und der damit verbundenen hohen Summen. Die freiwillige Offenlegung bisher nicht gemeldeter Krypto-Einkünfte vor Einleitung eines formellen Ermittlungsverfahrens führt in der Regel zu einer günstigeren Behandlung mit reduzierten oder erlassenen Strafen, was der allgemeinen steuerlichen Verwaltungspraxis in Kasachstan entspricht.

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UPay ist eine Krypto-Zahlungs- und Finanzdienstleistungsplattform, die Unternehmen und Privatpersonen bei der Verwaltung ihrer Krypto-Transaktionen mit integrierten Compliance-Tools unterstützt. UPay bietet Ressourcen, die darauf abzielen, die genauesten und aktuellsten Informationen zur Kryptowährungsbesteuerung in allen wichtigen Jurisdiktionen bereitzustellen.

Hinweis: Steuersätze und -gesetze ändern sich häufig. Konsultieren Sie stets einen qualifizierten Steuerberater in Ihrem Zuständigkeitsbereich. Dieser Leitfaden basiert auf öffentlich zugänglichen Informationen (Stand: Anfang 2026).