Kasachstans Nationalbank arbeitet an Plänen zur Einrichtung einer staatlich verwalteten Kryptowährungsreserve, wie Beamte diese Woche bekannt gaben . Dies stellt einen bedeutenden Schritt hin zu einer zentralisierten Aufsicht über digitale Vermögenswerte im Land dar.
Der Vorsitzende der Nationalbank, Timur Suleimenow, gab den Vorschlag als Reaktion auf eine parlamentarische Anfrage bekannt. Suleimenow zufolge wird das Konzept derzeit eingehend geprüft, einschließlich der Möglichkeit, die Reserve in einer Tochtergesellschaft der Nationalbank unterzubringen.
Zentralisiertes Modell zielt auf Risikominderung ab
Suleimenov betonte die Notwendigkeit eines zentralisierten und institutionalisierten Ansatzes für die Verwaltung von Krypto-Vermögenswerten und nannte Volatilität und Sicherheitsrisiken als Hauptsorgen. Er merkte an, dass eine zentrale Aufsicht die „Hauptgarantie“ für die Sicherheit der Vermögenswerte und die Integrität der Verwaltung sei.
Die Initiative folgt Kasachstans umfassenderen Bestrebungen zur Regulierung des heimischen Kryptowährungssektors, wobei die Nationalbank voraussichtlich eine führende Rolle spielen wird. Die Bank untersucht internationale Modelle für die Verwaltung staatlicher Kryptoreserven , einschließlich der Nutzung digitaler Vermögenswerte, die durch rechtmäßige Enteignung erworben oder im Rahmen von staatlich geförderten Projekten geschürft wurden.
Offiziellen Angaben zufolge könnte die staatliche Reserve ähnlich wie traditionelle Staatsfonds funktionieren, wobei sie auf Blockchain-basierten Vermögenswerten statt auf Fiat-Währungen oder physischen Rohstoffen basierte.
Der rechtliche und regulatorische Rahmen in Kasachstan ist noch in der Entwicklung
Der Mechanismus zur Schaffung und Verwaltung des Reservats befindet sich noch in der Entwicklung und erfordert die Zusammenarbeit mit Strafverfolgungsbehörden und anderen relevanten staatlichen Stellen. Suleimenow nannte keinen Zeitplan für die Umsetzung, betonte aber, dass bei der politischen Planung die Einhaltung gesetzlicher Vorschriften und die finanzielle Stabilität im Vordergrund stünden.
Der Vorschlag steht im Einklang mit den laufenden Bemühungen der kasachischen Regierung, ihren Umgang mit Kryptowährungen zu formalisieren. In den letzten Jahren hat das Land mit seinen relativ niedrigen Energiekosten Krypto-Miner angezogen, die regulatorische Unsicherheit blieb jedoch eine Herausforderung.
Anfang des Jahres berichtete Kazinform, dass die Nationalbank mit der Ausarbeitung von Vorschriften begonnen habe, die auf eine umfassendere Überwachung der Kryptowährungsaktivitäten abzielen, was einen Wechsel von der passiven Beobachtung hin zu einem aktiven Engagement im Bereich der digitalen Finanzen signalisiere.
Kasachstan gehört zu einer kleinen Gruppe von Ländern, die den Einsatz digitaler Vermögenswerte im Rahmen staatlicher Finanzrahmen prüfen. Angesichts des wachsenden internationalen Interesses an Krypto-Governance könnten die Erfahrungen des Landes als Vorbild für ähnliche Initiativen in anderen Ländern dienen.
