Nvidia Corp. meldete am Mittwoch besser als erwartete Ergebnisse für das zweite Quartal des Geschäftsjahres 2026, die vor allem auf die starke Nachfrage in den Bereichen Rechenzentren und Gaming zurückzuführen sind. Der Chiphersteller gab zudem eine Prognose ab, die über den Erwartungen der Wall Street für das laufende Quartal liegt.
Das in Santa Clara, Kalifornien, ansässige Unternehmen erzielte im Quartal zum 27. Juli einen Umsatz von 46.74 Milliarden US-Dollar. Das entspricht einem Plus von 56 Prozent gegenüber dem Vorjahr und übertraf die Analystenschätzungen von 46.23 Milliarden US-Dollar. Der bereinigte Gewinn pro Aktie lag bei 1.05 US-Dollar, ein Plus von 54 Prozent gegenüber dem Vorjahreszeitraum. Damit übertraf er die Konsensprognose von 1.01 US-Dollar.
Nvidia $ NVDA Ergebnishighlights Q2'26
— Wall St Engine (@wallstengine) August 27, 2025
🔹 Umsatz: 46.74 Milliarden US-Dollar (geschätzte 46.23 Milliarden US-Dollar) 🟢; +56 % im Jahresvergleich
🔹 Bereinigter Gewinn pro Aktie: 1.05 USD (geschätzt 1.01 USD) 🟢; +54 % im Jahresvergleich
🔹 Rechenzentrum: 41.1 Mrd. USD (geschätzt 41.25 Mrd. USD) 🟡; Anstieg um +56 % im Vergleich zum Vorjahr
Q3-Leitfaden:
🔹 Umsatz: 54.0 Mrd. USD ±2 % (geschätzte 52.5 Mrd. USD) 🟢; ~15 % QoQ
🔹 Bruttomarge (bereinigt): ~73.5 %… pic.twitter.com/aXMUukORKC
Rechenzentrums- und Segmentleistung
Der Umsatz im Rechenzentrumsgeschäft, der den Verkauf von Chips für künstliche Intelligenzsysteme umfasst, stieg im Vergleich zum Vorjahr um 56 Prozent auf 41.1 Milliarden Dollar und lag damit leicht unter den Erwartungen von 41.25 Milliarden Dollar. Der Umsatz im Computergeschäft lag mit 34.1 Milliarden Dollar im Rahmen der Schätzungen, während der Umsatz im Netzwerkgeschäft mit 5.07 Milliarden Dollar ebenfalls den Prognosen entsprach.
Andere Geschäftsbereiche verzeichneten solide Zuwächse. Der Umsatz im Gaming-Bereich stieg im Vergleich zum Vorjahr um 49 Prozent auf 4.3 Milliarden US-Dollar, während der Umsatz im Bereich professionelle Visualisierung um 32 Prozent auf 601 Millionen US-Dollar zulegte. Der Umsatz im Automobilbereich erreichte 586 Millionen US-Dollar, ein Plus von 69 Prozent gegenüber dem Vorjahr, blieb aber hinter der Schätzung von 592.7 Millionen US-Dollar zurück.
Nvidias bereinigte Bruttomarge lag im Quartal bei 72.7 % und übertraf damit die Prognosen von 72.1 %. Das bereinigte Betriebsergebnis stieg um 51 % auf 30.17 Milliarden US-Dollar, während die bereinigten Betriebskosten um 36 % auf 3.8 Milliarden US-Dollar stiegen. Der bereinigte Nettogewinn stieg um 52 % auf 25.78 Milliarden US-Dollar.
Ausblick für das dritte Quartal und Aktionärsrenditen
Für das dritte Quartal erwartet Nvidia einen Umsatz von rund 54 Milliarden US-Dollar, plus/minus 2 Prozent. Das entspricht einem Wachstum von rund 15 Prozent gegenüber dem Vorquartal. Analysten hatten mit 52.5 Milliarden US-Dollar gerechnet. Das Unternehmen prognostiziert eine bereinigte Bruttomarge von rund 73.5 Prozent und Betriebskosten von rund 4.2 Milliarden US-Dollar.
Die Rentabilitätskennzahlen fielen uneinheitlich aus. Das bereinigte Ergebnis vor Zinsen und Steuern lag bei 28.44 Milliarden US-Dollar und damit leicht unter den Prognosen von 28.97 Milliarden US-Dollar. Der freie Cashflow belief sich auf rund 20 Milliarden US-Dollar, verglichen mit 26.1 Milliarden US-Dollar im Vorquartal.
Nvidia hat im ersten Halbjahr des Geschäftsjahres 2026 durch Aktienrückkäufe und Dividenden 24.3 Milliarden US-Dollar an die Aktionäre ausgeschüttet. Der Vorstand erweiterte zudem die Ermächtigung des Unternehmens zum Aktienrückkauf um 60 Milliarden US-Dollar.
Erklärung des CEO
CEO Jensen Huang erklärte, die Nachfrage nach der neuesten „Blackwell“-Plattform des Unternehmens sei stark, da die Verbreitung generativer und schlussfolgernder KI weltweit zunehme. Der Umsatz der Blackwell-Produktlinie sei im Vergleich zum Vorquartal um 17 Prozent gestiegen.
Die Ergebnisse von Nvidia unterstreichen die dominante Rolle des Unternehmens bei der Bereitstellung von Chips für KI-Anwendungen, auch wenn einige Segmente knapp unter den Erwartungen blieben. Investoren werden nun auf das dritte Quartal blicken, um zu sehen, ob das Unternehmen seine Dynamik angesichts des zunehmenden Wettbewerbs und des wachsenden Bedarfs an KI-Infrastruktur aufrechterhalten kann.
