Der Telegram-Bot Banana Gun wurde Opfer eines Hackerangriffs. Elf Nutzer erlitten dadurch einen Schaden von rund drei Millionen Dollar. Nach dem Angriff versprach die Telegram-Plattform den Opfern Entschädigungen. Darüber hinaus ergreift sie die notwendigen Maßnahmen, um zukünftige Cyber-Diebstähle zu verhindern.
ZUSAMMENFASSUNG DER BOT-VORFÄLLE
— Banana Gun 🍌🔫 (@BananaGunBot) September 24, 2024
Zunächst einmal sind wir überwältigt von der unglaublichen Bot-Aktivität auf Banana Gun, selbst nach dem Vorfall der letzten Woche. Vielen Dank an alle für Ihre Geduld und Ihr Vertrauen. Wir betrachten dies als Beweis dafür, dass wir die Situation richtig handhaben. Wie bereits erwähnt, sind unsere EVM und…
Details des Sicherheitsverstoßes, der zu Verlusten von rund 3 Millionen US-Dollar führte
Laut Banana Gun zielten die Betrüger auf erfahrene Händler ab, indem sie eine Lücke im Telegram-Nachrichtenorakel ausnutzten. Infolgedessen kompromittierten sie die Ethereum Virtual Machine (EVM) und die Solana-Versionen des Bots, obwohl beide Einheiten unabhängig voneinander operierten.
Die Cyberdiebe entschieden sich für manuelle Token-Transfers, um Ethereum (ETH) aus den Wallets der Opfer zu transferieren. Zudem scheinen die Angreifer vor allem erfahrene Investoren ins Visier genommen zu haben, was auf einen gut geplanten Angriff mit dem Ziel hindeutet, beträchtliche Gelder von wenigen Personen anzuhäufen. Interessanterweise erhielten betroffene Nutzer während der Token-Transfers Echtzeit-Benachrichtigungen. Sie konnten jedoch wenig bis gar nichts tun, um die Verluste zu verhindern.
Die rechtzeitige Reaktion von Banana Gun trug dazu bei, weitere Verluste zu verhindern
Wie bei jeder Plattform, bei der die Interessen der Kunden an erster Stelle stehen, schritt das Cybersicherheitsteam von Banana Gun zur Tat, um die böswilligen Akteure daran zu hindern, weiteren Schaden anzurichten. Zunächst schaltete das Team den Bot ab, um weiteren Verlusten vorzubeugen.
Darüber hinaus leitete das Unternehmen in Zusammenarbeit mit relevanten externen Online-Sicherheitsexperten wie der Web3-Sicherheitsfirma Security Alliance eine eingehende Untersuchung ein. Die Ergebnisse der Untersuchung führten zur Umsetzung einiger standardisierter Vorsichtsmaßnahmen.
Zu den implementierten Maßnahmen zur Verhinderung von Sicherheitsverletzungen gehört die Einführung einer zweistündigen Transaktionsverzögerung. Mit diesen Neuerungen haben Benutzer ausreichend Zeit zu reagieren, wenn sie verdächtige Token-Übertragungen vermuten.
Darüber hinaus hat das Sicherheitsteam eine Zwei-Faktor-Authentifizierung (2FA) für jede Übertragung auf der Telegram-Bot-Plattform eingeführt. Programmiertechnisch überprüfte das Team die Backend- und Frontend-Systeme gründlich. Interessanterweise wurden neue Server eingesetzt, um eine Verbindungsspur für die Hacker, um wieder Zugriff zu erhalten.
