RLUSD-Transaktionsstudie zeigt: Bot-Cluster dominieren Zahlungszahlen

Eine am 19. Oktober veröffentlichte Blockchain-Studie ergab, dass ein Cluster von 110 Wallets 99.6 % der aufgezeichneten RLUSD-Zahlungstransaktionen im XRP Ledger während eines 30-tägigen Zeitraums generierte. Bitquery führte etwa 7.79 Millionen der 7.82 Millionen Zahlungen zwischen dem 19. September und dem 18. Oktober auf wiederholte, winzige Überweisungen zurück, die an drei Sammler-Wallets gerichtet waren. Der Befund betrifft die Anzahl der Transaktionen und nicht den Anteil des übertragenen RLUSD-Wertes. Bitquery – Wichtigste Erkenntnisse: Millionen von Zahlungen, begrenzter Wert Laut der Untersuchung von Bitquery beliefen sich die Zahlungen an die drei Sammler auf insgesamt etwa 7,722 RLUSD. Einzelne Überweisungen beliefen sich im Durchschnitt auf etwa ein Zehntel Cent. Die Forscher gruppierten die Wallets anhand gemeinsamer Empfänger und Finanzierungsmuster. Dies ist eine analytische Schlussfolgerung aus Blockchain-Aufzeichnungen und keine Bestätigung durch einen identifizierten Betreiber. Bitquery Der Kontrast veranschaulicht, wie ein Netzwerk Millionen von Transaktionen registrieren kann, ohne dass diese Transaktionen substanzielle Ausgaben darstellen. Für Leser, die sich mit der Funktionsweise von Stablecoins vertraut machen möchten: Eine verbuchte Zahlung bedeutet, dass Token zwischen Konten transferiert werden. Es stellt nicht automatisch fest, dass ein Kunde etwas gekauft oder eine Rechnung beglichen hat. Warum Zahlungszählungen einen Kontext benötigen: Transaktionszählungen messen die Häufigkeit. Der Überweisungswert misst den transferierten Betrag. Keine der beiden Methoden offenbart für sich genommen den kommerziellen Zweck der Aktivität. Ein automatisiertes System kann Tausende von Überweisungen generieren. Umgekehrt kann ein Unternehmen eine große Lieferantenrechnung auch mit einer einzigen Transaktion begleichen. Ein Vergleich der beiden ausschließlich anhand der Anzahl der Zahlungen würde ein irreführendes Bild ihrer wirtschaftlichen Bedeutung vermitteln. Die Zählung der Geldbörsen erfordert eine ähnliche Sorgfalt. Eine Person kann mehrere Adressen kontrollieren, während ein Depotverwalter Vermögenswerte für viele Kunden über eine gemeinsame Adresse halten kann. Die Bewertung der Akzeptanz von Zahlungsmethoden erfordert daher mehrere Maßnahmen gleichzeitig: Transaktionsgröße, wiederholte Aktivitäten, unterschiedliche Vertragspartner und Nachweis der tatsächlichen Nutzung. Was die Studie nicht belegt: Bitquery behauptete, der Cluster habe Finanzmittel von Binance-gelabelten Adressen erhalten, aber das beweist nicht, dass Binance ihn betrieben hat. Die Forscher warnten außerdem davor, aus dem Zeitpunkt von Aktivitätsänderungen auf Motive zu schließen. Die Untersuchung betrifft RLUSD-Zahlungen auf dem XRP Ledger während eines bestimmten Zeitraums. Es erfasst nicht die gesamte RLUSD-Aktivität in allen unterstützten Netzwerken. Bitquery Diese Einschränkungen führen zu einer wichtigen Unterscheidung zwischen der Beobachtung von Aktivitäten und der Erklärung, wer sie verursacht hat oder warum. Was für die Akzeptanz von Zahlungsmethoden entscheidend ist: Für Unternehmen liefert die Frage, ob Kunden und Lieferanten eine Zahlungsmethode zuverlässig nutzen und sie als nützlich empfinden, aussagekräftigere Belege. Die Berichterstattung von UPay über die Haltung von Unternehmen gegenüber Stablecoin-Zahlungen verdeutlicht die Nachfrage und die operative Eignung. In ihren Berichten über grenzüberschreitende Krypto-Überweisungen untersucht sie auch die Kosten und Zugangsbedingungen hinter den Überweisungszahlen. Diese Überlegungen helfen dabei, Blockchain-Statistiken mit der Erfahrung des Sendens und Empfangens von Geld zu verknüpfen. Fazit Die RLUSD-Studie zeigt, warum Transaktionssummen einer sorgfältigen Interpretation bedürfen. Um die Akzeptanz von Stablecoins beurteilen zu können, muss man über die Anzahl der erfassten Zahlungen hinausblicken und deren Wert, Zweck und Verbreitung unter den Teilnehmern betrachten.