Der Gründer des beliebten digitalen Asset-Mixers Bitcoin Fog (Bitfog), Roman Sterlingov, wurde endlich zu einer Gefängnisstrafe verurteilt. Die Urteilsverkündung erfolgte am 8. November in einer Gerichtssitzung unter Vorsitz von US-Bezirksrichter Randolph Moss vom Bundesgericht in Washington.
Dem Bericht zufolge förderte Sterlingov Verbrechen und illegale Aktivitäten und nutzte dabei die Kryptowährungsplattform als Deckmantel. Er entwickelte den Bitfog-Mixer, der als Depot für gestohlene Vermögenswerte und Gelder diente, die aus traditionellen kriminellen Aktivitäten wie Geldwäsche, Kindesausbeutung sowie Drogen- und Menschenhandel stammen.
Verurteilung und weitere Strafdetails
Das US-Justizministerium (DOJ) stellte fest , dass Bitcoin Fog über ein Jahrzehnt lang, von 2011 bis 2021, im illegalen Geschäft tätig war.
Aufzeichnungen zufolge bot die Plattform Kriminellen die Möglichkeit, rund 400 Millionen US-Dollar zu bewegen, was über 1.2 Millionen BTC entspricht.
Sterlingov plädierte in seiner Verteidigung für die mutmaßlichen Verbrechen auf „nicht schuldig“ und erklärte, er sei lediglich an der Tat beteiligt gewesen. Darüber hinaus entschuldigte er sich für etwaige Unannehmlichkeiten, die den Opfern durch seine Beteiligung an Bitfog entstanden sein könnten.
Unbeeindruckt von seinen Einwänden fällte das Gericht sein Urteil und verurteilte ihn zu einer Geldstrafe von rund 400 Millionen Dollar. Darüber hinaus verliert er digitale Vermögenswerte im Wert von rund 395.56 Millionen Dollar.
Die eingezogenen Wertgegenstände beeinträchtigen die in Gewahrsam befindlichen Interessen und anderen digitalen Vermögenswerte. Angesichts der Schwere des Vergehens verhängte das Gericht eine Gefängnisstrafe von 12.5 Jahren, während die Staatsanwaltschaft eine Gefängnisstrafe von 20 bis 30 Jahren vorgeschlagen hatte.
Strafverfolgungsbeamte erhalten Applaus für die Aufspürung der kriminellen Firma
Nach der erfolgreichen Bekämpfung von Bitcoin Fog wurden die für den Fall verantwortlichen Strafverfolgungsbehörden von hochrangigen Beamten, darunter auch der stellvertretenden US-Justizministerin Lisa Monaco, informiert. Er zeigte sich zufrieden, den zehnjährigen kriminellen Verbündeten im Rahmen strategischer Schattenoperationen vor Gericht bringen zu können.
Darüber hinaus ist hervorzuheben, dass das Federal Bureau of Investigation (FBI) maßgeblich an dieser Verhaftung beteiligt war. Paul Abbate, stellvertretender FBI-Direktor, erläuterte die Hintergrundarbeit seines Teams und ging dabei auf die Zusammenarbeit des FBI mit grenzüberschreitenden Anwaltskanzleien ein, die zur Festnahme des berüchtigten Krypto-Mixers führte.
